Räpple aus Landtagssitzung geworfen

Der Kehler Abgeordnete Stefan Räpple wurde unter der Leitung des stellvertretenden Präsidenten des Landtages Klenk (CDU) aus einer Sitzung des Plenums ausgeschlossen.

Räpple, der schon in der Vergangenheit oft mit zweifelhaften Äußerungen und Verhalten auffiel, hat die erste Rede im Landtag der Abgeordneten Saebel (Grüne) mehrfach gestört, obwohl es parlamentarische Praxis ist, dass man bei der ersten Rede eines Abgeordneten keine Zwischenrufe und -fragen stellt. Präsident Klenk rief ihn daraufhin zur Ordnung. Als dieser seine Zwischenrufe („Geh‘ doch heim!“) nicht einstellte und den Sitzungsleiter als „Drecks-Klenk“ beschimpfte, wurde er aus der Sitzung ausgeschlossen. Auch andere Abgeordnete, wie Tobias Wald (CDU), die um Beherrschung baten, wurden von ihm mit Worten wie „Wein doch!“ bedacht.

Aber auch innerhalb seiner Partei kann sich Räpple nicht benehmen. Auch bei der Vorstellungsrede der Bundestagskandidatin seiner Partei zum Landesvorsitz, Alice Weidel, brüllte er wohl beleidigend dazwischen. Auch seinen Fraktionsvorsitzenden hat er schon beschimpft.

Auf Facebook verschweigt Räpple, dass seine Wortwahl heftig war und spielt es herunter. Außerdem verweist er darauf, dass auch anderen Fraktionen Zwischenrufe tätigen. Der Unterschied ist jedoch die Tonalität und die Tatsache, dass andere Fraktionen Abgeordnete bei ihrer Jungfernrede ausreden lassen.

Räpple verschweigt bewusst den eigentlichen Grund für seinen Rausschmiss.
Andere Parteien würden auch Zwischenrufe tätigen. Stimmt! Aber sie beleidigen die Redner*innen nicht.

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