Räpple kennt nur Merkel weg und Volksverräter

Der für den Wahlkreis Kehl gewählte Abgeordnete Stefan Räpple kennt auf kritische Nachfragen nur eine Antwort: „Merke muss weg!“ Diesen „professionellen Umgang“ zeigte er vor der Fraktionssitzung am Dienstag zum Fall Gedeon.

Zitat Südkurier:

Auf die Frage, ob er sich zur Diskussion um seinen Fraktionskollegen Gedeon äußern wolle, antwortete der Kehler Abgeordnete Stefan Räpple, von Beruf psychologischer Berater: „Merkel muss weg!“

Aber nicht nur hier verhält sich Räpple unprofessionell. Auf seiner Facebook-Seite nennt er alle Abgeordneten der anderen Fraktionen „Volksverräter“.

Meuthen und die GO und Gender

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Jörg Meuthen erklärte heute im Landtag, dass Unternehmen wie Daimler keine Gender-Forscher bräuchten. In Anbetracht dieser Webseite kann dies als fast obsolet betrachtet werden.

Interessanter war heute jedoch, dass Jörg Meuthen die Geschäftsordnung des Landtages nicht vertraut scheint. Er startete heute mit seiner ersten Rede im Parlament zur Regierungserklärung von Ministerpräsident Kretschmann. Danach folgten alle weiteren Fraktionsvorsitzenden mit ihren Reden. Daraufhin meldete sich abermals der Ministerpräsident zur Wort, worauf Landtagsvizepräsident Wilfried Klenk (CDU) Jörg Meuthen das Wort erteilen wollte. Dieser schickte aber einen seinen Stellvertreter vor. Jedoch schreibt die Geschäftsordnung in §82 Abs. 4 vor, dass die Fraktionsvorsitzenden zu sprechen haben:

Ergreift der Ministerpräsident zu Beginn oder im Verlauf einer Aussprache das Wort, so muss anschließend den Vorsitzenden der Oppositionsfraktionen auf ihr Verlangen das Wort erteilt werden. Wird von diesem Recht Gebrauch gemacht, so können danach auch die Vorsitzenden der anderen Fraktionen das Wort verlangen. Ist der Vorsitzende einer Fraktion an der Teilnahme an der Sitzung verhindert, kann sein Stellvertreter nach Maßgabe der vorstehenden Sätze das Wort verlangen.

Gedeon soll aus Fraktion ausgeschlossen werden

Wie berichtet will AfD-Fraktionsvorsitzender Jörg Meuthen wohl wirklich Worten Taten folgen lassen. Meuthen will seinen Kollegen Gedeon, dem vorgeworfen wird Antisemit zu sein, aus der Fraktion ausschließen lassen.

Doch muss die Abstimmung, wie man den Medien entnehmen kann, wohl sehr knapp zugunsten eines Ausschlusses gefallen sein. Dafür spricht auch, dass Meuthen selbst das Abstimmungsergebnis nicht öffentlich machen will. Auch Teile der Partei, wie der Kreisverband Konstanz der AfD, stellten sich hinter Gedeon. Meuthen kann sich mit einem Ausschluss also viel Streit ins Haus holen.

Unterdessen wird darüber spekuliert, ob Meuthen die Vorwürfe gegen Gedeon bereits seit 2 Jahren bekannt seien. Bernd Kölmel, ehemaliger Landesvorsitzender der AfD in Baden-Württemberg und inzwischen ALFA-Vorsitzender wirft Meuthen dies vor.

Professionell geht die Fraktion mit den Vorwürfen jedenfalls nicht um. Stefan Räpple, AfD-Abgeordneter für den Wahlkreis Kehl, reagierte gegenüber den Medien (siehe Südkurier-Link oben) so:

Auf die Frage, ob er sich zur Diskussion um seinen Fraktionskollegen Gedeon äußern wolle, antwortete der Kehler Abgeordnete Stefan Räpple, von Beruf psychologischer Berater: ‚Merkel muss weg!‘

AfD-MdL auf antisemitischen Pfaden

Mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Wolfgang Gedeon wandelt die AfD-Fraktion im Landtag auf antisemitischen Pfaden. Hintergrund ist sein Wirken als Autor in der Vergangenheit. In seinen Büchern verteidigt Gedeon die antisemitische Fälschung der „Protokolle der Weisen von Zion“. „AfD-MdL auf antisemitischen Pfaden“ weiterlesen